Das Quilt-Thema ist in meiner Nähhobbyzeit ein sehr Spezielles. Als ich 2010 noch auf der Suche nach einem Nähtreff in der eigenen Stadt war, fand ich eine Gruppe, die ausschließlich Quilts nähte, wobei mir die Muster – oder die Stoffe? – so antiquiert vorkamen, dass ich mich dem Thema nicht annähern konnte. Erst bei der Wiener Bloggerin 19nullsieben sah ich dann so frische Muster, dass mein Interesse geweckt war. Sie brachte mich 2012 auch dazu, an der Trimmings Competition von Umbrella prints in Australien teilzunehmen und dort die Log Cabin Methode – damals nach der Anleitung von kaffiknopf – zu nähen.
Es folgte 2013 die Aktion „ein Jahr – eine Decke“ von Herzenkleid, bei der ich die Tiny Ticker Tape Variante ausprobieren wollte und komplett scheiterte, obwohl ich schon unzählige Vierecke ausgeschnitten hatte. Ein Jahr später wollte ich damit dann am 365-Tage-Projekt teilnehmen und hatte mir dabei überlegt, Monatsblöcke zu nähen. Den Januar habe ich noch geschafft, dann forderte mich die unvollendete Doktorarbeit und das zweite Baby in der Elternzeit wohl zu sehr. Irgendwo muss das Stoffstück noch sein …… 2014, 2015 und 2017 blätterte ich dann erst mal nur in passenden Rezesionsexemplaren zum Thema Quilt nähen.
Mit dem dritten Kind im Arm sollte es dann aber 2017 im zweiten Anlauf wirklich in fertiger Quilt werden und auch da lockte mich bereits Bernina mit einem Quilt Allong: für den Zen Chic „playing with triangels“ QAL kaufte ich mir sogar die passenden Stoffe, ein 1/4-inch-Füßchen und ein 60°-Quilting-Lineal*. Auch dieser so sehr konkrete Plan in der Elternzeit einen Quilt zu nähen, scheiterte vollständig. Die Stoffe sind bin heute nicht angeschnitten ….
Als ich nicht mehr mit dem Jüngsten gleichzeitig ins Bett gehen musste und die Abende wieder mir gehörten, kam die Corona-Herausforderung, in der nur 2021 eine Buchhülle nach Bernina-Anleitung zur Qult-as-you-go-Methode entstanden ist.
Nun haben wir 2024 und in wenigen Wochen werden wir tatsächlich bereits drei Schulkinder haben. Der Plan endlich – und damit im dritten Anlauf – wirklich einen Quilt zu nähen, besteht weiterhin. Auch dieses Mal lockt wieder Bernina. Genäht wird zwischen Juni 2024 und April 2025 der Quilt „Between the Lines“ von Sugaridoo. Mir gefällt das Quiltmuster sehr und es sieht so aus, als wenn ich dabei sehr viel lernen könnte, denn bislang habe ich ja nur wenig Quilterfahrung und kaum Methoden ausprobiert.
Der Versuchung wieder viel Geld für die fertigen Stoffbundle auszugeben, bin ich aber dieses Mal nicht erlegen, wobei die Blogeinnahmen auch schon längst nicht mehr so umfangreich sprudeln, wie vor sieben Jahren. Ausschließlich Stoffe aus dem großen Stoffgebirge auszuwählen, hat sich außerdem tatsächlich bereits gelohnt, aber davon berichte ich in einem anderen Blogbeitrag.
Der Stapel Regenbogenstoffe liegt erwartungsvoll auf meinem Zuschneidetisch. Gestern gab es das erste Muster … es könnte also losgehen …. nähst du auch mit?
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Wie es der Zufall wollte, habe ich vorletzte Woche einen Workshop zur Herstellung von Pflanzentinten besucht, während auf meinem Rezensionsstapel die Neuerscheinung „Wilde Farben: Malfarben aus Naturmaterialien herstellen„* aus dem Frühjahrsprogramm des Haupt-Verlages liegt. Die Engländerin Caroline Ross arbeitet nicht nur selbst mit Naturfarben sondern gibt auch weltweit Kurse im Zeichnen und zur Herstellung der Malfarben aus Naturmaterialien, wie auch bereits der Untertitel angibt.
Presse-Abbildung vom Haupt-Verlag
Das großformatige Buch hat – wie so häufig aus diesem Verlag – wieder eine wunderbare Gestaltung. Ausdrucksstarke Fotografien und ein sehr klares, helles Design machen es zu einem Buch, das man wirklich gerne in die Hand nimmt. Im Vorwort von Paul Kingsnorth erfährt man, dass sein Mittelalterroman „The Wake„* die Künstlerin dazu inspiriert hätte, nach Mailmaterialien zu suchen, die es bereits vor 1000 Jahren gab. So ist das erste Kapitel „Farben finden“ auch zum großen Teil eine Anregung zum Ausprobieren von Naturmaterialien auf ihre Malfähigkeit. Das macht heute noch jedes Kind und sicherlich auch schon viele Generationen vor uns. Es folgen Doppelseiten mit konkreten Hinweisen, welche Malmaterialien man am Strand, im Wald, auf dem Land, Feldwegen, Brachland oder in Süßwassernähe finden könnte. Einige dieser Materialien scheinen mir aber wenig Alltagstauglich, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass ich selbst eine Kreideknolle aus einem Dachsbau hole, wobei mir auch nicht klar ist, warum dieses Material ausgerechnet dort zu finden sein soll.
Presse-Abbildung vom Haupt-Verlag
Im nächsten Kapitel geht es um die konkrete Verabreitung. Da wird zerkleinert. gemörsert, gesiebt, getrocknet, mit Bindemittel vermischt und angerieben. Viele der gezeigten Werkzeuge sind bereits im Haushalt vorhanden, aber wer es nicht nur ein Naturexperiment versteht, sondern wirklich Farben in Studioqualität herstellen möchte, bräuchte spezielle Werkzeuge, wie einen Glasläufer*. zum anreiben Das abschließende Kapitel zeigt nicht nur die verschiedenen Erdfarbenpaletten einiger Künstler sondern gibt auch Hinweise zu Gouache und Eitempera. Ganz am Ende des Buches geht es dann tatsächlich nochmal um die Eisengallustinte, wodurch sich für mich persönlich ein Themenkreis schließt.
Presse-Abbildung vom Haupt-Verlag
Ich selbst werde sicherlich keine Gesamtpalette an Naturfarben herstellen, überlege aber, ob es ein Kreativprojekt mit den Kindern werden könnte. Bislang nutzen sie Steine und Erden während unserer Wanderungen zum Zeichen in der Natur und zerreiben gerne unsere Tonerde im Weidentippi. Zumindest die Tochter hätte sicherlich großes Interesse das zu intensivieren.
Presse-Abbildung vom Haupt-Verlag
Habt ihr schon mal aus Naturmaterialien eigene Farben hergestellt?
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Das Shirt – in der Zeitschrift LMV 6/2019 als Top bezeichnete Schnittmuster – hat das besondere Etwas vor allem auf der Rückenpartie. Während es auf der Vorderseite sehr schlicht und hoch geschnitten ist, gibt es einen tiefen Rücken mit einem Knoten. Vernäht habe ich dafür einen Micro-Modal-Jersey in Petrol von Fabrilogy., den ich letzten Herbst bei Biostoffe in Wien bei der Dienstreise gekauft habe. Erst jetzt lese ich, dass man diesen Stoff nur bei 30 °C waschen sollte. Glücklicherweise hat das Shirt aber die bisherige 40°C Behandlung auch ganz gut verkraftet.
Ebenfalls erst bei der Recherche für diesen Blogartikel habe ich ein Videotutorial zum Shirt gefunden und konnte mir dort nochmal die Knotendrehung anschauen. Nach meiner Erinnerung habe ich da nichts falsch gemacht und war doch mit dem Ergebnis alles andere als zufrieden. Der Knoten sah bei mir merkwürdig aus und außerdem schauten die mit Kontrastfarbe genähten Overlocknähte ständig raus. Sehr zufrieden bin ich mittlerweile, wie zuverlässig ich die Saumnaht ganz ohne abschneiden treffe. Nach meinem babylock-Nähkurs im letzten Monat würde ich aber das Halsbündchen nur noch mit dem Kettstich der Coverlock annähen. Noch schicker wäre es, wenn man wie im Tutorial den Bündchenstreifen komplett nach innen verlegt.
Wenn ich übrigens die Bildersuchmaschine befrage, sehe ich, dass ich mit diesem Rückenknoten-Problem bei diesem Schnitt nicht alleine bin, denn auch dort findet man sehr seltsam verdrehte Rückenpartien, die merkwürdige Falten ziehen. Das man selbst auf dem Rücken nicht sieht, wie sich der Knoten gerade gedreht hat, macht den Tragekomfort nicht besser. Ich selbst habe daher mit einigen Handstichen eine bestimmte Form erzwungen….
Das Shirt wurde ebenfalls das erste Mal in den Osterferien in der Toskana getragen. Ich selbst bin eher nicht der Statement-Spruch-Träger, aber aus dem hier ebenfalls noch nicht gezeigten Label-Adventskalender passte „holy aperoloy“ dann doch perfekt zum Ersttrageanlass und dem etwas gewagten Schnitt. Kommen wir wieder zum Versuch brauchbare Tragebilder zu bekommen. Nachdem der Erstversuch direkt an der Ferienunterkunft in Chianti eher mäßig ausfiel, folgte ein Zweitversuch in Siena.
So kann man wenigstens die Tragebilder gleich noch mit ein bisschen Urlaubsberichterstattung verbinden. Über den Nicht-Stoffkauf in Pisa bzw. warum ich nicht in Prato geshoppt habe, gab es ja bereits einen Blogbericht. Ich überlege aber, ob ich neben den Stoffläden und textilen Ausflugsorten nicht auch noch meine Nähwerke in der Erlebniskarte verlinke, wenn die Tragebilder im Urlaub entstanden sind. Die folgenden drei Tragebilder sind jedenfalls unmittelbar vor dem Dom in Siena mit dem Selbstauslöser entstanden, da meine Familie inzwischen gar nicht mehr gewillt war, mich abzulichten. Mit Selbstauslöser vor Holztüren zu positionieren, war bei den Touristenmassen auch etwas speziell – was tut man nicht alles für den eigenen Nähblog.
Nun sind die Nähwerke, die für mich selbst entstanden sind, erst mal alle wieder gezeigt. Es wird also Zeit, dass ich weiter nähe … erstmal muss hier aber ein Schulanfänger benäht werden. Im besten Fall schaffe ich es heute wieder den konkreten Blogbeitrag beim MeMadeMittwoch zu verlinken und nicht wie im Vormonat versehentlich den ganzen Blog, denn da sind nicht so viele Leser vorbeigekommen, wie sonst …
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Ausgerechnet meine eigenen Eltern müssen auf genähte Präsente leider immer besonders lange warten. Dabei hüten sie beispielsweise ihre lustigen Handtücher aus den Anfangszeiten des Nähhobbys nun schon 13 Jahre. Beide haben als September- und Dezemberkinder jeweils in einer Jahreszeit Geburtstag, wo unsere Familienleben immer besonders herausfordernd ist und ich mich jedes Mal selbst ärgere, wenn ich wieder nur einen Gutschein schaffe. Bei der Kissenwunscherfüllung zum 78. Geburtstag meines Papas sollte es eigentlich ein fertiges Nähwerk werden, aber damals hatte ich noch keine Presse* und war mit dem Ergebnis alles andere als zufrieden. Es gab daher einen Nähabbruch und eine spontane Umgestaltung in einen Gutschein ….
Immerhin gestalteten die Enkel den etwas merkwürdigen Kissengutschein noch mit ein paar Zeichnungen und ich konnte – wiederum Monate später – das Kissen dann doch endlich nähen. Warum es das Nähwerk von 2022 bis heute nicht in den blog geschafft hat, weiß ich nicht mehr, aber irgendwann zeige ich hier ja (fast) alles. Wahrscheinlich wollte ich immer mal ein Bild davon in seiner neuen Umgebung machen und bin nie dazu gekommen. Da ich mich damals ein bisschen in den Kissengrößen vertan hatte, wurde das Kissen für meinen Papa besonders groß und die Plottdatei extra so positioniert, dass sich der Beschenkte auch traut, seinen Kopf drauf zu legen. Als Stoff vernähte wieder ein Stück vom Stoffballen.
Der obere Schriftzug ist die so wunderbar passende Ingenieur-Plottdatei von kugelig, die es als Freebie auf ihrer Seite gibt. Mit der samtartigen Flockfolie ging das ganz prima. Deutlich problematischer war der selbst geschriebene Schriftzug mit Sparkling Snow Font von Lori Whitlock aus dem Silhouette Store, bei dem das Entgittern und übertragen auf die Transferfolie verhinderte, dass ich das Kissen zum eigentlichen Geburtstag fertig stellen konnte. Der Halogrammeffekt ist zwar sehr hübsch, aber die Sternchen waren wirklich schwierig in der Verarbeitung …
Dafür ist mir bei diesem Kissen der Reißverschluss sehr gut gelungen. Das eigene Nählabel kommt von Dortex. Mein Plan, dass er es wirklich nutzt und deshalb der Plott so weit oben ist, hat übrigens nicht so gut funktioniert, denn so weit ich es beobachten kann, wird es doch sehr geschont und mehr als Deko genutzt.
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Immer am letzten Freitag des Monats startet hier eine neue Runde der #BFF Blogger Follower Friday. Da die Linkparty durchgehend erreichbar sein wird, kann aber auch an jedem anderen Freitag (oder Wochentag) des Monats verlinkt werden. Die Linkpartyidee dahinter ist, dass die Community sich nicht nur wieder mehr vernetzt, sondern auch darüber bloggt, wer beim wem und warum mitliest.
Viele bloggen noch sehr regelmäßig und aktiv, aber die Blogbeiträge werden deutlich weniger untereinander verlinkt. Für die blogspot-Welt geht das technisch weiterhin ziemlich problemlos und ist nach meinem Kenntnisstand auch DSGVO-konform, für WordPress habe ich hier mal darüber geschrieben und bin derzeit mit dem Ergebnis recht zufrieden. Seid ihr dabei? Nehmt gerne meinen Mitmachbutton mit auf euren blog. Lest ihr noch blogs? Verlinkt ihre andere oder beginnt wieder damit?
amberlight Blogger Follower Friday Button zum mitnehmen
Eine Anregung für die Blogbeiträge wären folgende drei #BFF-Fragen, die als Fragegerüst genutzt werden können, wobei man aber auch gerne ganz frei bloggen kann:
B-logname
Über wen schreibst du? Nenne gerne den Blognamen und verlinke natürlich entsprechend.
F-inde ich gut, weil ….
Warum magst du den Blogger? Wie findet du den blog? Liest du dort direkt, verlinkst du über eine Blogroll oder über einen Feed Reader, Newsletter usw.
F-undstück
Erinnerst du dich an einen Lieblingsbeitrag oder ein bestimmtes Projekt? Habt ihr euch bereits persönlich “gefunden”?
Ich selbst vergebe inzwischen auch noch einen Button, mit dem sich blogs „schmücken“ können, die bei dieser Bloggeraktion ausgewählt und vorgestellt wurden. Wer selbst teilnimmt, kann auch diesen Button gerne zum verteilen mit nutzen:
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Jede Plastikflasche weniger hilft! Bei unseren Kindern sind seit Jahren Emil-Flaschen* im Einsatz während wir Erwachsene von der bei der Markteinführung mitfinanziertenSoulbottle* überzeugt sind.
Aktuelles Lieblingsbuch des kleinen Sohnes (7 Jahre)*
Hahaha, mega gute Idee! Ich persönlich mag kein Mathe und wäre da raus. :) Liebe Grüße, Katja
Was für eine coole Idee, sieht genial aus. Und wie schön ist es bitte, dass er selbst auf die Idee…
Hehehe, so ein Schlawiner! Ich würde genauso wie du leiden, ginge es um Rechnungswesen. :)
Ich bin begeistert, ein richtig tolles Kostüm ist das geworden. Blöd, dass Du es erst falschherum eingenäht hast, aber das…
Alles Gute zum Bloggeburtstag! Ich blogge nicht mehr, aber ich lese nach wie vor gerne Blogs. Bin gespannt wo sich…